Die Stadt Jever

Das Jever auf eine fast 1000jährige Geschichte zurückblicken kann, in der die Herrscher häufig wechselten, wird an den zahlreichen historisch wertvollen Baudenkmälern, Kunstwerken und Sehenswürdigkeiten sichtbar.

Besonders geprägt wurde die Stadt Jever durch die Regentschaft des Fräulein Maria. Im Volksmund wird Jever heute noch häufig die "Marienstadt" genannt. Durch das tägliche Marienläuten, das Marien-Denkmal und das Mariengymnasium wird ihr Andenken ebenfalls in hohen Ehren gehalten. Die Verbindungen, die unter der anhaltinischen Herrschaft bestanden, wurden im Jahre 1990 durch eine Partnerschaft mit der Stadt Zerbst wieder aufgenommen.

Jever beschränkt sich jedoch nicht allein darauf, seine Historie zu bewahren, sondern ist auch stets darum bemüht, das Stadtbild der ständigen Entwicklung anzupassen. Ende der 60iger Jahre wurde in Jever mit einer behutsamen Altstadtsanierung begonnen, die bis in die gegenwärtige Zeit fortgesetzt wird. Jever ist heute eine Behördenstadt, deren Struktur zugleich durch kleine und mittlere Gewerbe- und Industriebetriebe bestimmt wird.

Als zentraler Ausgangsort für die Touristen zu den nahe gelegenen Küstenbädern und den östlichen Gliedern in der Kette der ostfriesischen Inseln hat Jever sich in den letzten Jahren zunehmend dem Fremdenverkehr geöffnet. Jever bietet seinen Bürgerinnen und Bürgern und Gästen ein reichhaltiges Programm in den Bereichen Bildung, Kultur, Sport und Erholung. Außerdem verfügt die Stadt über eine ausgezeichnete und vielfältige Gastronomie sowie einen Einzelhandel, der auch gehobenen Ansprüchen gerecht wird.

Jever liegt auf einer rundlichen Anhöhe in der flachen wangerländischen Marsch. Durch einen schmalen Geeststreifen ist die Stadt mit einem Ausläufer des oldenburgisch-ostfriesischen Geestrückens verbunden. Ihr Durchmesser beträgt etwa 2 km, die Höhe ist 7 bis 8 m. Der Kirchplatz liegt zwar höher; er wurde jedoch aufgeschüttet. Eine Höhenmarke am Glockenturm zeigt 10,8 m an. Die Anhöhe ist ein Geschenk der Eiszeit und war schon zur deichlosen Zeit eine Stätte der Sicherheit. Das Gefühl, geborgen zu sein, und die ursprüngliche Lage an schiffbaren Meereseinschnitten werden frühzeitig Siedler und Händler bewogen haben, sich hier niederzulassen.